Bürgerstiftungen

Ein Modell bürgerschaftlichen Engagements

Gemeinsam mehr erreichen – auf keine andere Stiftungsform trifft dies so zu wie auf die Bürgerstiftungen. Bürgerstiftungen sind Stiftungen von Bürgern für Bürger, und das vor Ort in ihrer Region.

Von Bürgern für Bürger

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Bürgerstiftung ist ein zeitgemäßes Modell bürgerschaftlicher Selbstorganisation: Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Banken organisieren dauerhaft bürgerschaftliches Engagement in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region und bauen Eigenkapital für wichtige gesellschaftliche Anliegen auf. Bürgerinnen und Bürger tragen dabei selbst die Verantwortung dafür, durch gemeinnützige Projekte und Organisationen das lokale Gemeinwesen positiv weiter zu entwickeln.

Mitmachen oder selbst Stifter werden

Egal ob Spender oder Ehrenamtlicher, ob mit Geld, Zeit oder Ideen – jeder kann bei einer Bürgerstiftung aktiv werden. Und jeder kann es sich leisten, Stifter oder Stifterin zu werden, da das Vermögen durch viele, auch kleine Beträge langfristig vergrößert wird. Bürgerstiftungen ermöglichen es damit breiten Bevölkerungsschichten, sich als Stifter zu engagieren.

Bürgerstiftung finden

Fragen Sie Ihre Bürgerstiftung vor Ort, wie Sie aktiv werden können. Mit dem Bürgerstiftungsfinder der Aktiven Bürgerschaft gelangen Sie schnell und einfach zur Bürgerstiftung in Ihrer Nähe. Das Online-Verzeichnis enthält Kontaktadressen, Finanzdaten und Presseartikel zu Bürgerstiftungen in Deutschland.

Kompetenzzentrum Aktive Bürgerschaft

Innovative Engagementkonzepte

Der gemeinnützige Verein Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Ihr Handeln orientiert sich an den genossenschaftlichen Werten wie Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Die Aktive Bürgerschaft macht innovative Engagementkonzepte praxistauglich und setzt diese mit Partnern bundes- oder landesweit um.

Selbstverständnis

Die Aktive Bürgerschaft engagiert sich für eine gerechte und leistungsfähige Bürgergesellschaft. Privates Engagement für das Gemeinwohl soll staatlichem Handeln vorausgehen. Bürgerschaftliches Engagement und gemeinnützige Organisationen sollen deshalb durch folgende Maßnahmen nachhaltig gestärkt werden:

  • Engagement-Strukturen auf- und ausbauen
  • Engagement-Bereitschaft wecken und fördern
  • Engagement-Kompetenz weiterentwickeln
  • Engagement-Politik mitgestalten

Einfach Mitmachen

Tipps für eigenes Engagement

Bürgerschaftliches Engagement dient dem Gemeinwohl. In diesem Sinne kann man sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Anliegen engagieren: für die Förderung von Kunst und Kultur ebenso wie für den Sport, den Naturschutz, das Gesundheitswesen oder für zahlreiche weitere gemeinnützige Zwecke. Folgen Sie dabei Ihren individuellen Präferenzen.

Handlungsfelder bürgerschaftlichen Engagements

Vier Handlungsfelder stellen besondere Herausforderungen für moderne Gesellschaften dar und sind daher auch für bürgerschaftliches Engagement bedeutsam:

  • Umwelt- und Ressourcenschutz
  • Demokratie und Frieden
  • Teilhabe und Integration
  • Werte und Bildung

Planvolles Vorgehen ist gefragt

Gerade längerfristige Engagements, größere Zuwendungen oder die vielfältigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen verlangen ein planvolles Vorgehen. Zur Orientierung dienen hierbei sowohl die Präferenzen des Förderers in Bezug auf die Wahl von Handlungsfeld, Zielgruppe und Zielsetzung des Projektes als auch die Bewertung des Förderprojektes und des Projektträgers.

Bürgerstiftung Ditzingen

gefördert durch die Volksbank Strohgäu eG

Die Bürgerstiftung Ditzingen ist ein tolles Beispiel bürgerschaftlichen Engagements.

Sie ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger und kümmert sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Anliegen, um die Lebensqualität in Ditzingen, Heimerdingen, Hirschlanden und Schöckingen zu erhalten sowie dort wo nötig zu verbessern.

Handlungsfelder bürgerschaftlichen Engagements

Mit der Bürgerstiftung Ditzingen wird engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmendie Möglichkeit gegeben, ihren eigenen Beitrag zum Ditzinger Gemeinwohl, sei es finanzieller oder ehrenamtlicher Art, einzubringen.

Die Bereiche, in die Zuwendungen und Aktivitäten fließen können, sind vielfältig: Jugend- und Seniorenarbeit, Soziales, Bildung und Integration, Kulturelles, Sport, Natur und Umwelt.

Details unter Satzung Bürgerstiftung Ditzingen.

Lassen Sie sich zum Mitmachen anstiften!

Spenden- und Stiftungskonto

Bürgerstiftung Ditzingen

Kontonummer: DE67 6006 2909 0012 3450 08

Volksbank Strohgäu eG

BLZ 60062909
BIC GENODES1MCH

Häufige Fragen zu Bürgerstiftungen

Was ist das Besondere an Bürgerstiftungen?

Bürgerstiftungen verbinden die Vermögensbildung einer Stiftung mit dem persönlichen Engagement eines Vereins. Durch ihren breiten Stiftungszweck können sie flexibel auf künftige gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel Umwelt, Bildung, Soziales reagieren.

Kann ich auch eine Bürgerstiftung gründen?

Ja, wenn es in ihrem Ort noch keine Bürgerstiftung gibt. Das können Sie über den Bürgerstiftungsfinder prüfen. Gibt es schon eine Bürgerstiftung ist es besser, diese zu unterstützen. Sie können auch eine eigene Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung gründen. Das hat oft Kostenvorteile und es bleibt mehr Geld für die Verfolgung der Stiftungszwecke übrig.

Wie kann ich mich an einer Bürgerstiftung beteiligen?

Bürgerstiftungen bieten ideale Möglichkeiten, sich miteinander für das lokale Gemeinwesen zu engagieren. Ob als Stifter oder Zustifter, als Geld- oder Sachspender, durch ehrenamtliches Engagement in den Gremien der Stiftung, freiwillige Mitarbeit in Projekten und Arbeitsgruppen oder durch gute Ideen für die Arbeit der Bürgerstiftung – es bieten sich jedem zahlreiche Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements.

Wie sind Bürgerstiftungen organisiert?

Bürgerstiftungen regeln ihre interne Organisation durch die Satzung selbst. Sie haben einen Vorstand und einen Aufsichtsrat (der meist Stiftungsrat oder Stiftungskuratorium heißt). Viele Bürgerstiftungen haben auch eine Stiftungsversammlung (Gremium der Stifter und Zustifter) oder einen Freundeskreis, der die Arbeit der Bürgerstiftung unterstützt. Bürgerstiftungen müssen jährlich über ihre Arbeit auch an ihre Stiftungsaufsichtsbehörde berichten.

Woher kommt die Bürgerstiftung?

Community Foundations, wie Bürgerstiftungen in den angelsächsischen Ländern heißen, haben ihren Ursprung in den USA. Seit Gründung der Cleveland Foundation durch den Rechtsanwalt und Bankier Frederick Goff im Jahr 1914 haben sich die Bürgerstiftungen zu einer globalen Bewegung entwickelt. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es Bürgerstiftungen auch in Deutschland.